04.06.16-Unwetter über Eggerszell

Ab den Abendstunden des 04. Juni 2016 brodelte es – nach viel Sonnenschein tagsüber - entlang des Vorderen Bayerwaldes gewaltig. Da eine östliche Höhenströmung über Süddeutschland vorherrschte, bildeten sich die Gewitterzellen jeweils auf der Ostseite der Berge. Der Kamm des Vorderen Bayerwaldes zwischen Maibrunn-Pröller-Hirschenstein-Einödriegel lösten gleich mehrere starke Gewitterzellen mit heftigen Starkregen und lokal Hagel bis 3 cm Durchmesser im nordöstlichen und östlichen Teil des Landkreises Straubing-Bogen, welche anschließend weiter nach Westen zogen. So wurde auch Eggerszell am Abend des 04.06.16 von einer kleinen aber sehr intensiven Gewitterzelle erwischt. Durch die geringe und kaum vorhandene Luftströmung an diesem Tag bewegten sich die Gewitter kaum von Ort und Stelle und regneten sich jeweils an Ort und Stelle ab, was zu teils erheblichen Regenmengen innerhalb kurzer Zeit führte. Die Wetterstation Eggerszell registrierte dabei innerhalb nur 20 Minuten satte 29 mm Regen. Durch den heftigen Starkregen kam es rund um Eggerszell vielfach zu massiven Sturzfluten an Hängen.

Nachfolgend einige Wetterbilder, geordnet nach zeitlichem Ablauf. Die Bilder wurden alle samt in Eggerszell aufgenommen.


Vorgewittrige Abendstimmung über dem Vorderen Bayerwald bei Eggerszell:


Bald bildeten sich in schwüler Luft stationäre kleine Einzelzellengewitter:


Kleinräumige aber sehr hochreichende Gewitterzelle, welche sich knapp östlich von Regensburg entlud:


Niederschlagsfallstreifen mit Hagelkern zwischen Neukirchen und Windberg im Kreis Straubing-Bogen:



Blick von Eggerszell nach Südosten wo sich gerade ein Gewitter mit Starkregen und kleinerem Hagel bei Neukirchen entlädt:



Gewitterzelle mit ausgeprägten Fallstreifen im nördlichen Kreis Straubing-Bogen:


Hochreichende Gewitterzelle, welche die Sonne in Eggerszell frühzeitig verdeckte:



Die Wetterstation Eggerszell mit toller Gewitterkulisse:


Aufziehende Gewitter von Osten her mit ausgedehnten Fallstreifen:


Langsam aber stetig näherten sich die Gewitterzellen dem Ort Eggerszell an:



Gewitterzelle mit heftigem Platzregen und Hagel bis 2 cm Durchmesser. Zum Zeitpunkt der Aufnahme lag das Gewitter gerade zwischen Rattiszell und Elisabethszell:


Rasch verstärkte sich das Gewitter und verlagerte sich Stück für Stück nach Eggerszell:



Kurz vor Eintreffen des Gewitters zeigte sich ein toller Regenbogen in Eggerszell, da die Gewitterwolken von Osten her aufzogen und sich im Westen noch länger die untergehende Sonne zeigte:


Einsetzender Starkregen durch ein neu gebildetes Gewitter direkt über Eggerszell…im Westen zeigte sich noch die gleichzeitig noch die Sonne:




Nachfolgend wütete das beinahe stationäre Gewitter für ca. 20 Minuten mit wolkenbruchartigem Regen und kleinerem Hagel bis 1,5 cm Durchmesser. Dazu gab es zwischendurch starke Windböen mit Böen bis 42 km/h. Innerhalb kurzer Zeit standen durch den starken Regen die Felder und Wiesen komplett unter Wasser. An Berghängen kam es massenhaft zu Sturzfluten, welche teilweise Schlamm und Geröll von den Feldern bis in die Täler spülten.

Nachdem sich das Gewitter über Eggerszell abregnete, zogen bis weit in die erste Nachthälfte hinein zeitweise weitere überwiegend leichte bis mäßige Regenfälle von Osten her durch Eggerszell. Etwas nordöstlich bildeten sich immer wieder neue stationäre kleinräumige Gewitterzellen, welche für eine tolle Blitzshow in Eggerszell sorgten. Die Blitze schlugen alle samt im näheren Umkreis des Gallnerbergs bei Stallwang ein.

Heftige Erdblitzentladungen knapp östlich des Gallners etwa bei Konzell im nördlichen Kreis Straubing-Bogen:


Weiterer sehr intensiver Erdblitz unmittelbar hinter dem Gallnerberg:


Dieser Erdblitz schlug mit gewaltiger Kraft gleich an drei Stellen direkt am Gallnerberg ein:



Gewaltiger Erdblitzeinschlag mit vielen Verzweigungen etwa 5 km nordöstlich von Eggerszell: