März 2013

Der MÄRZ 2013 - Ein äußert trocken-kalter Monat

Temperatur:

Höchste gemessene Temperatur: 13,6 °C am 06.03.2013
Tiefste gemessene Temperatur: -8,3 °C am 16.03.2013
Durchschnittstemperatur: 1,0 °C Normal Wert: +4,2 °C (Abweichung: -3,2 K)


Niederschlag:

Gesamtniederschlagsmenge: 39,8 mm Normal Wert: 82,2 mm
Höchste Tagesniederschlagsmenge: 8,8 mm am 10.03.2013


Wind:

Stärkste gemessene Windböe: 48,3 km/h am 10.03.2013


Schnee:

Maximale Schneehöhe: 10 cm am 01.03.2013
Gesamte Neuschneesumme: 15,5 cm -


Wetterbilder vom März 2013:

 
Tolles Winterwetter im Bayerwald am 02.03.2013 Weiße Ostern in Eggerszell mit Schnee und Kälte am 31.03.2013



Der März 2013 war deutlich zu kalt, dafür merklich zu trocken! Dazu purzelten einige neue Rekorde...

Der Monat März 2013 startete in den ersten Tagen noch mit einer etwa 10 cm dicken Schneedecke , allerdings taute diese Schneefläche in Eggerszell auf 500 m aufgrund der warmen Wetterlage zu Beginn des Monats bis zum 06. März komplett ab. Nur in den Hochlagen des Bayerischen Waldes über 800 m konnte sich der Schnee noch halten. Durch eine südliche Höhenströmung gelangte ab dem 04. März extrem milde Luft nach Mitteleuropa. Die Folge daraus waren einige rekordverdächtig warme Tage für Anfang März, welche es bisher seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 2007 in Eggerszell nicht gab. Vom 05. bis 09. März konnten jeweils zwei-stellige Höchstwerte registriert werden, am wärmsten war es dabei am 06. März mit einer Höchsttemperatur von 13,6 Grad. Wärmer wurde es hinterher in diesem März nicht einmal mehr ansatzweise! Selbst im sehr warmen Frühjahr 2007 gab es Anfang März keine derartig hohen Temperaturen, sodass ein neuer Dekadenrekord an der Wetterstation Eggerszell aufgestellt wurde! Zurückzuführen war diese ausgesprochen milde Phase zu Beginn des Monats auf eine markante Südströmung, welche sich im Vorfeld eines mächtigen Tiefdrucksystems auf dem Atlantik eingestellt hatte.

 

Ab dem 12. März stellte sich die Großwetterlage rasant auf das andere Extrem um. Die Strömung drehte dauerhaft von Südwest auf Nordost und es war somit für die Jahreszeit deutlich zu kaltes Wetter die Folge. Diese trocken-kalte Wetterlage sollte sich bis zum Monatsende nicht mehr umstellen. Die zweite Monatshälfte fiel daher durchwegs deutlich zu kalt aus. Die Folge waren eisige Nächte mit Frösten jeweils knapp an die -10 Grad. Eine besonders kalte Phase stellte sich vom 13. bis zum 16. März ein, als es die Höchsttemperaturen selbst am Tage nicht mehr über den Gefrierpunkt schafften. Die tiefste Temperatur wurde dabei am 16.03. mit -8,3 Grad gemessen. Dazu fiel während dieser Tage auch immer wieder Schnee, sodass auch weitere Schneedeckentage registriert werden konnten. Der kälteste Tag des Monats war der 26. März mit einer Tageshöchsttemperatur von exakt -3,0 Grad. Dazu gab es an diesem Tag anhaltenden Schneefall und eisigen Nordostwind mit sibirisch anmutenden Wetterverhältnissen. Seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 2007 war dies mit Abstand der kälteste Tag in einer zweiten Märzhälfte, sodass in diesem Monat ein weiterer Rekord gebrochen wurde. Insgesamt war in Eggerszell an 16 Tagen eine Schneedecke zu beobachten, alleine 11 Tage fielen dabei in die zweite Monatshälfte. Das kalte Nordostwindwetter setzte sich auch über Ostern ungehindert fort und sorgte verbreitet in Ostbayern für ein weißes Osterfest. So lagen beispielsweise in Eggerszell am Morgen des Ostersonntags rund 3 cm Schnee und es gab dazu tief-winterliche Verhältnisse mit eisigem Nordwind inkl. Schneefällen. Aufgrund der durchgehend sehr kalten zweiten Monatshälfte fiel der komplette Monat März im Vergleich zum langjährigen Mittel deutlich zu kalt aus. Mit einer Durchschnittstemperatur von 1,0 Grad war es heuer rund 3,2 Grad kälter als in einem gewöhnlichen März. Diese enorme negative Abweichung ist schon sehr beachtlich wenn man bedenkt, dass die erste Monatshälfte zuvor noch deutlich zu mild verlaufen ist. Diese zweite Märzdekade war aus diesem Grund eine der Kältesten der letzten 100 Jahre. Die Wetterstation Eggerszell zeichnete an insgesamt 24 Tagen Fröste auf. An 5 Tagen gab es sogar am Tage Dauerfrost und Temperaturn unter 0 Grad. Aufgrund der häufig trocken-kalt geprägten Wetterlagen fiel der diesjährige März verglichen zu anderen Jahren deutlich zu trocken aus. Es fiel nämlich in Eggerszell mit nur 39,8 Litern auf dem Quadratmeter nicht einmal die Hälfte des normal üblichen Niederschlags. An insgesamt 16 Tagen meldete die Wetterstation Eggerszell Niederschläge, die meisten fielen dabei in Form von Schnee. Der nasseste Tag war dabei der 10. März, als immer wieder teils kräftige Regen- und Graupelschauer durch Ostbayern zogen und in Eggerszell insgesamt 9 Liter Regen auf dem Quadratmeter auf die Erde brachten.

 

Besonders bemerkenswert im März 2013 waren die Gegensätze zwischen einem sehr warmen Start und einer ausgesprochen kalten Witterung in der zweiten Monatshälfte. Es konnten deshalb sowohl Wärmerekorde als auch neue Kälterekorde aufgestellt werden. Am auffälligsten war aber insgesamt die durchgehend kalte Nordostwetterlage ab Monatsmitte, welche uns übrigens auch noch in den nächsten Tagen im April weiter beschäftigen wird und den Frühling weiter in Ferne halten wird. Bis Mitte April ist nämlich noch kein richtiger Frühlingsdurchbruch erkennbar, da weiterhin aus Nordosten die Kaltluft zäh dagegenhalten wird. Erst in der zweiten Aprilhälfte stellt sich die Großwetterlage dann allmählich komplett auf frühlingshafte Wärme um. Bis dahin heißt es weiterhin Geduld zu haben, dafür werden wir dann gegen Ende April auch sicherlich mit Sonne und Wärme belohnt werden. Der Frühling hat es heuer wirklich schwer, aber sobald er in der zweiten Aprilhälfte endlich durchbricht, dann kommt er wohl gleich mit voller Macht.