21.05.2011 - Wärmegewitter am frühen Nachmittag

Bereits ab den Vormittagsstunden des 21. Mai 2011 entwickelten sich bei Temperaturen um 22 °C über dem Himmel des Bayerischen Waldes einige hochreichende Quellwolken. Da an diesem Tag nur wenig Hebung in der Wetterküche vorhanden war, gab es nur durch orografische Unterstützung kräftige Wärmegewitter über dem Bayerwald. Die stärksten Gewitter gab es dabei im nördlichen Landkreis Straubing-Bogen, welche lokal heftigen Platzregen und Hagel bis 2 cm im Bereich zwischen Ellisabethszell und Zinzenzell produzierten!

Bereits in den Mittagsstunden schossen hochreichende Quellwolken über dem Bayerwald in die Höhe:


Nur wenige Augenblicke später löste sich die erste Zelle bei Ellisabethszell (Gemeinde Haibach) aus. Man konnte dabei einen schönen Eisschirm und Fallstreifen beobachten. Ab und an gab es neben zahlreichen Wolkenblitzen auch starke Erdblitzentladungen mit sehr dumpfen anschließendem Donner:


Starkes Wärmegewitter mit Fallstreifen über dem Vorderen Bayerischen Wald bei Ellisabethszell:


Kurze Zeit später bildete sich etwas nördlich von Eggerszell ein weiteres Hitzegewitter. Zuvor konnte man einen tollen Aufwindturm beobachten:


Diese neue Gewitterzelle bei Zinzenzell entwickelte sich prächtig, sodass bald Niederschlag in Form von Hagel und Platzregen einsetzte:


Hier befindet sich das Gewitter immer noch im Anfangsstadium, ab diesem Zeitpunkt bekam man Dauergrollen aus dem Gewitterturm zu hören:


Toller Gewitterturm mit dunklen Fallstreifen:


Der Himmel verdunkelte sich nun immer mehr, unter der Gewitterzelle gab es nun heftigen Starkregen und Hagelschlag bis 2 cm:


Knapp hinter dem 624 m hohen Pilgramsberg im Vorderen Bayerwald ging es nun heftig zur Sache: Dauergeblitze, Starkregen und Hagel:


Das Gewitter hielt sich für gut 45 Minuten an Ort und Stelle und führte daher zu lokal sehr hohen Regenmengen. Schließlich zerfiel das Gewitter nach knapp einer Stunde wieder. Reste des Gewitters waren aber noch lange am Himmel zu sehen:


Danach tat sich gewittertechnisch über den ganzen Tag nicht mehr viel. Der kalte Abwind der zweiten Gewitterzelle über Zinzenzell sorgte dafür, dass sich in der Nähe keine weiteren Zellen bilden konnten!